TTG

Im TTG soll natürlich weiterhin durch Vormachen – Nachmachen die wichtigsten Strategien und Vorgehensweisen den SuS beigebracht werden. Digitale Mittel können jedoch den Arbeitsprozess sehr gut unterstützen, von der Ideenfindung bis zur abschliessenden Dokumentation des Prozesses.

Allgemein

Digitale Medien können im Gestaltungs – und Arbeitsprozess auf verschiedenen Ebenen eine Rolle spielen:

Ideen finden

Im Netz gibt es im gestalterischen Bereich unzählige Tutorials und Ideensammlungen. Eine gute Quelle ist beispielsweise Pinterest. Allerdings verlieren sich die Schüler/innen in der Fülle der Informationen leicht oder lassen sich durch andere «interessante» Inhalte ablenken. Es empfiehlt sich also, für Recherche-Phasen ein beschränktes Zeitfenster zu bestimmen und allenfalls bestimmte Quellen vorzugeben.

Techniken erlernen und vertiefen

SuS kennen das Arbeiten mit Hilfe von Anleitungen. Mit Videotutorials können SuS selbstständig benötigte Abläufe und Techniken erlernen und/oder vertiefen. Dies schafft für die Lehrperson eine Entlastung und die Möglichkeit, die SuS bei «grösseren» Problemen zu unterstützen.

Beispiel: SuS lernen Kappen häkeln. Die Lehrperson macht den Einstieg wie gewohnt (Vorzeigen-Nachmachen usw.) Anschliessend können mit Videotutorials die einzelnen Schritte nochmals angeschaut werden (Anfangsring, Stäbchen usw.) Nun können die SuS bei Fragen und/oder Schwierigkeiten zuerst die Tutorials schauen und in einem 2. Schritt die Lehrperson um Hilfe bitten.

Dokumentieren

Mit der Kamera lässt sich sowohl der Prozess als auch das Endergebnis gut dokumentieren. Schon im Kindergarten können Kinder im Prinzip ihre Werke selbständig dokumentieren und erläutern, beispielsweise mit dem Book Creator. Der Prozess lässt sich auch gut mit Videos festhalten, beispielsweise mit Zeitraffer.

Zyklus 1

Die Kinder dieser Altersstufe erforschen Materialien, Werkzeuge, Maschinen, Konsumgüter und Kunstgegenstände. Die Kinder wollen die Welt erfassen und begreifen können. Hier unterstützt z.B. die Kamera den ganzen Wahrnehmungsprozess. Die Kinder lieben es, wenn sie ihre fertigen Objekte oder den Entstehungsprozess mit einer Kamera festhalten können. Mit den Kindern könnte anschliessend darüber gesprochen werden, ob mittels dem Foto alle wichtigen Funktionen des Objektes abgebildet werden können.


Mögliche Aktivitäten

  • QR-Code auf Rückseite des entstandenen Objektes kleben, welches zu einem eBook mit der Dokumentation des Entstehungsprozesses führt.
  • Im freien Werkschaffen werden Materialresten oder Recyclingprodukte zu einem Roboter verarbeitet. Einige Impressionen findet man hier. Anschliessend werden die Roboter fotografiert und im Bookcreator wird ein Roboterbuch der Klasse erstellt. Jedes Kind erhält eine Seite zur Gestaltung und die Kinder könnten noch etwas zu ihrem Roboter erzählen (z.B. was dieser besonders gut kann).
  • Die Kinder können eigene Schritt-für-Schritt Anleitung mit Hilfe der Comic-Funktion im Bookcreator erstellen (z.B. Falten einer einfachen Schachtel, Scherenschnittfaltung).
  • Die Kinder erstellen in Gruppen eigene kurze Videos, wobei sie verschiedene Techniken vorstellen (z.B. Kordel drehen, Pompon, Zopf flechten, Fingerhäkeln). Anschliessend bereiten sie das Material für die anderen Gruppen vor und die Gruppen gehen von Posten zu Posten und erlernen anhand des Erklärvideos neue Arbeitstechniken.
  • Die entstandenen Produkte (z.B. Auto aus Holz, Figuren jeglicher Art, Puppen) werden gleich als Protagonisten für einen Stopmotion -Film gebraucht.
  • Das Aufnehmen von Geräuschen in einem Werk- oder Handarbeitsraum ist eine wunderbare Aufgabe, um den Raum und die darin enthaltenen Gegenstände/Geräte besser kennen zu lernen. In Gruppen nehmen die Kinder verschiedene Geräusche auf und danach gibt es ein Geräuscherätsel.
  • Viele Ideen des Zyklus 2 sind auch im Zyklus 1 umsetzbar.

Zyklus 2

Mögliche Aktivitäten

Zyklus 3

 Hier folgen demnächst Unterrichtsideen